Verlauf und Besonderheiten des Waldhonigjahres 2016
 
Es gab des öfteren Waldhonig von der Lecanie.
Zementhonig trat eher selten auf, konnte aber recht heftig sein.
Im Spätsommer konnten sich die Läuse gut vermehren , an wenigen Standorten gab es noch eine Tannentracht.
 
 
 
Verlauf und Besonderheiten des Waldhonigjahres 2015
 
Im Winter 2014/15 starben überdurschittlich viele Völker.
Frühtracht brachte oft gute bis sehr gute Erträge, die stärksten Völker hatten wenige Tage nach dem erweitern schon recht viel im Honigraum wobei schwache Völker nicht richtig hoch kamen. für die Linde war es 2015 zu trocken.
Ab ende Mai hat der Wald eingesetzt mit Fichte und Blatt, die pilicornis war oft stark vertreten aber es gab auch oft viel Blatthonig was örtlich unterschiedlich auftrat.
Es gab offensichtlich keine Anzeichen für eine typische Melizitosetracht mit den Typischen starken Zunahmen, jedoch beim späten Schleudern wurde öfters Zementhonig in den Waben vorgefunden. Tannentracht gab es nur nur wenig und nur punktuell.
im mittleren Schwarzwald gab es wieder Punktuell eine Lecanientracht.
Es war ein extrem trockenes und warmes Jahr, ähnlich wie 2003, jedoch gab es im Winter  genug Bodenfeuchte. Die Varroa machte keine Probleme und war im allgemeinen recht schwach in der Vermehrung.
 
 Verlauf und Besonderheiten des Waldhonigjahres 2014
 es gab keinen Winter von2013auf 2014 die Überwinterung war sehr gut, es starben sehr wenige Völker , das Frühjahr war sehr sehr trocken.
Keine Fichtentracht, jedoch in einigen gebieten im Mittleren Schwarzwald und im Schwäbischen Wald stellenweise eine Tannentracht von der GTL und/ oder der Confinis mit sehr guten Ergebnissen von mindestens 40 kg/ Volk und mehr.
Die Frühtracht ist sehr schwach bis komplett ausgefallen.
Die Varroa wurde im kühlen verregneten Sommer 2014 zum problem im Winter 2014/15 starben überdurschittlich viele Völker.
 
Verlauf und Besonderheiten des Waldhonigjahres 2013
es gab eine weitverbreitete  Waldtracht mit weitverbreitet Zementhobnigan an manchen stellen auch Tanne.
die Frühtracht ist sehr schwach bis komplett ausgefallen,
nur die späte Rapstracht in den Hochlagen hat wenigeTage noch einigermasen Ertäge gebracht.
Akazie ist gut bis schwach ausgefallen, der Wassergehalt war erhöht.
Edelkastanie eher gute bis sehr gute Erträge der Honig ist schön trocken und dunkel und Geschmacklich sehr gut.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verlauf und Besonderheiten des Waldhonigjahres 2012
es gab keine Waldtracht in 2012
die Frühtracht ist sehr schwach ausgefallen
nur die späte Rapstracht hat gute bis sehr gute Ertäge gebracht.
Akazie ist teilweise erfrohren und ausgefallen
Edelkastanie wurde sehr hell und der Geschmak ist nicht so kräftig wie sonst
 
Verlauf und Besonderheiten des Waldhonigjahres 2011
Der Frühling 2011 war extrem warm und trocken was sehr früh und viel Blütenhonig bescherte.
Durch den optimalen Witterungsverlauf im November 2010 entwickelten sich die Läuse auf der Tanne gut, im Süd Schwarzwald honigte die Grüne Tannen Honiglaus gut, es war auch weitverbreitet die Schwarzbraune auf der Tanne zufinden, der Honig diese Laus ist rötlichschimmernt geeleartig.Die pilicornis jedoch war schwach und hat sich schlecht entwikelt.
Vielerorts( Nordschwarzwald und Schwäbischerwald) gab es auch viel Zementhonig( schwarze Fichtenrindenlaus die innen im Baum und am Stamm sitzt) der nicht mehr schleuder bar war, als bei schlechterer Witterung die Bienen sich auf diese Tracht eingeflogen hatten. Schnelles abwander ist in solch einem Fall die bessere Lösung auch wenn die Zuhnahmen doch beeindrucken hoch sind.
 
Verlauf der Waldtracht 2011

 
relativer Anteil der Trachtquellen

 
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Verlauf und Besonderheiten des Waldhonigjahres 2010
Verlauf der Waldtracht 2010

relativer Anteil der Trachtquellen

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 Verlauf und Besonderheiten des Waldhonigjahres 2009 keine nennenswerte Waldtracht
Verlauf und Besonderheiten des Waldhonigjahres 2008 keine nennenswerte Waldtracht
Verlauf und Besonderheiten des Waldhonigjahres 2007  keine nennenswerte Waldtracht
Verlauf und Besonderheiten des Waldhonigjahres 2006

Das vergangene Jahr war das vierte Waldhonigjahr in Folge (Abb. 1). Seit 1987 beteilt sich an stetig ansteigende Anzahl von Waldtrachtimkern an der systematischen Beobachtung der Honigtautracht. Anfangs stand das Auftreten der bienenwirtschaftlich wichtigen Honigtauerzeuger auf Fichte und Tanne im Zentrum ihres Interesses, in neuerer Zeit liegt der Schwerpunkt auf der Erfassung des Trachtverlaufs mit selbst meldenden elektronischen Stockwaagen, von denen in 2006 in Baden-Württemberg 105 im Einsatz waren. 
Die mit Abstand wichtigsten Waldbäume für eine Honigtautracht sind Fichte und Tanne, obwohl auf den anderen Baumarten auch Blatt-, Nadel-, Rinden- und Schildläuse leben, die allerdings selten derart in Massen auftreten, dass sie eine Waldtracht verursachen. Das Jahr 2006 hat gezeigt, dass diese Ausnahmen durchaus möglich sind und gleichzeitig eine Regel bestätigt, die im Zuge der inzwischen 30jährigen Hohenheimer Waldtrachtbeobachtung entstanden ist: „Ein lausiges Frühjahr bringt einen verlausten Sommer“. Während der von Mitte Mai bis Anfang Juni ungewöhnlich lang anhaltenden Kälteperiode, in der den pünktlich aufgetretenen „Eisheiligen“ übergangslos eine verfrühte und überlange „Schafskälte“ folgte, hatten sich Blattläuse auf Laubbäumen wie Ahorn, Eiche, Eberesche, Hasel, Linde und Weide, nicht nur im Wald, sondern auch in Parks, Gärten und Alleen sowie an Bach- und Flussläufen in Massen vermehrt. Sie sonderten ab Anfang Juni, als sommerlich warmes Wetter für gute Assimilationsbedingungen sorgte, viel Honigtau ab, der sich auf Blättern, im Unterwuchs, auf parkenden Autos und auf dem Asphalt von Straßen und Gehwegen ansammelte, dort aber auch tagsüber sehr rasch antrocknete. Nur in den frühen Morgenstunden und abends war er feucht genug, dass er von den Bienen aufgenommen werden konnte. Während dieses Honigtaueintrages wurde auch die Anfang Juni zu Ende gehende Akazienblüte und die Mitte Juni beginnende Lindenblüte von den Bienen genutzt. Das Gesamtergebnis ist eine würzig schmeckende Mischung aus hellem Blüten- und dunklem Honigtauhonig. In Waldgebieten wurde sie ergänzt oder auch bestimmt durch Nektar von Himbeere und Brombeere sowie durch Honigtau von der Fichte; denn das lausige Wetter hatte erwartungsgemäß auch die Vermehrung der Fichtenrindenläuse begünstigt und außerdem noch einen synchronisierenden Effekt. Normalerweise sind die Geflügelten der Rotbraunen Bepuderten Fichtenrindenlaus als erste unterwegs. Ihnen folgen die anderen Rindenlausarten, als letzte der „Zementhonigerzeuger“, die Große Schwarze Fichtenrindenlaus. Die Kaltwetterperiode führte zu einem „Geflügeltenstau“, so dass bei Eintritt der sommerlichen Witterung gegen Mitte Juni der Ausbreitungsflug aller Arten einsetzte, der für eine Besiedlung vorher nicht befallener Zweige und Bäume und für das Einsetzen der Honigtautracht sorgte. Zwar trat in der Folge keine der fünf bienenwirtschaftlich wichtigen Fichtenrindenlausarten in so hoher Populationsdichte auf, dass sie allein die Fichtentracht hätte verursachen können, doch gemeinsam und zusammen mit dem „Blatthonig“ und den Blütentrachten sorgten sie in fast allen Waldregionen Baden-Württembergs für gute bis sehr gute Waagstockzunahmen von täglich 2-4 kg (Abb.2). Im Laufe des Sommers nahm der Honigtauanteil, zuerst von der Fichte, dann von der Tanne in dem Maße zu wie die verschiedenen Blütentrachten zur Neige gingen. Doch gerade im traditionellen Waldtrachtgebiet Schwarzwald ist seit „Lothar“ an vielen Standorten eine von Juni bis September dauernde Blütentracht möglich (Abb. 3).

 

Jede Tracht hat ein Ende

Jede Tracht ist zeitlich begrenzt, so auch eine Honigtautracht. Allerdings muss sie nicht unbedingt zeitgleich mit dem Schrumpfen der Lauspopulationen enden. Bei anhaltender Trockenheit kann es nach dem Verschwinden der Läuse noch tagelang honigen. Die bei einem Massenbefall angefallenen Honigtaumengen werden häufig von den Bienen nicht sofort und auch nicht jederzeit gesammelt. Wenn es tagsüber sonnig und warm ist trocknet der Honigtau an und kristallisiert aus, sodass er nur bei hoher Luftfeuchte, in den frühen Morgenstunden oder gegen Abend, von den Bienen aufgenommen werden kann. Erst ein heftiger Regen beseitigt durch Abspülen den Honigtausegen. Wie rasch kommt man dann zu dem Fehlurteil, dass der Regen, im Sommer häufig mit Gewitter und Hagel verbunden, die Lauspopulationen vernichtet hat.
Der Zusammenbruch der Lauspopulationen ist in erster Linie auf ein Absinken des Nährwertes ihrer Nahrung, des Siebröhren- oder Phloemsaftes zurückzuführen. Sobald der Austrieb der Bäume zu Ende ist, wird das Phloem ausschließlich für den Abtransport der tagsüber von den Nadeln und Blättern produzierten Zucker benötigt. Von Zucker (und Wasser) allein kann keine Laus auf Dauer leben geschweige sich vermehren. Die Läuse scheiden den Zucker als Honigtau aus und sterben. Eine Betreuung durch Ameisen kann daran nichts ändern. An dem Zusammenbruch der Lauspopulationen sind besonders nach einer Waldtracht auch Feinde beteiligt wie räuberische Fliegen, Marienkäfer und Schlupfwespen. Die Faltenwespen, die wie Ameisen und Bienen vom Honigtau leben, zählen nicht dazu.  

 

Besonderheit Tanne

Im Unterschied zur Fichte kann es auf der Tanne zu einer Spätvermehrung der Rindenläuse, insbesondere der Grünen Tannenhoniglaus kommen, die bei einem Massenbefall zu einer Tannentracht im August oder September führt. Eine solche Spättracht trat im Schwarzwald besonders häufig in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts auf und im 21. Jahrhundert nach jahrzehntelanger Pause das erste Mal in 2004, als im August/September die Stockwaagen fast überall im Schwarzwald registrierten: „Die Tanne honigt!“ Allerdings war diese Tannentracht nur auf dem Höhenrücken zwischen den Tälern von Nagold und Enz so ergiebig, dass sich eine Aufwanderung lohnte. Im Durchschnitt wurden dort etwa 20 kg Tannenhonig pro Volk geerntet.
In 2006 hat es wiederum eine Spätvermehrung der Grünen Tannenhoniglaus gegeben. Sie ist ein Hinweis dafür, dass ihr ökologisch empfindlicher Wirtsbaum „leidet“. In 2003 hatten der  Tanne Trockenheit und Hitze zugesetzt, in 2006 geriet sie durch die starke Zapfenbildung und die Trockenheit im Juli erneut in „Stress“, was die Anfälligkeit für Lausbefall auch nach dem Austrieb erhöht. Besonders im Mittleren Schwarzwald hat die Tanne vielerorts bis in den Herbst hinein gehonigt. Sie wurde auch bis in den Oktober von Bienen beflogen. Das hat die Vorbereitung der Völker auf den Winter sehr erschwert. Hoffentlich wird der Winter nicht so hart wie sein Vorgänger.
Aufgrund des äußerst milden Herbstes 2006 wäre es keine Überraschung, wenn es auch 2007 Waldhonig gibt.


Ich danke den Lausbeobachter für ihre Mitarbeit. 

Dr. Gerhard Liebig, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Abb. 1. Honigerträge aus der Wald- und Tannentracht in Baden-Württemberg. Mittelwerte und Variationsbreite von >70 Imkereien. Für 2006 liegen bisher nur die Waagstockaufzeichnungen vor. Der anfängliche Zweijahresrhythmus, die ständige Abfolge von Trachtjahr und Fehljahr, ist seit 2004 unterbrochen.
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Abb. 2. Der Trachtverlauf in Baden-Württemberg von Anfang Mai bis Ende September 2006. Mittelwerte von bis zu 105 Stockwaagen. Die beiden großen Trachtpausen im Mai/Juni und im August wurden durch regnerisches und kühles Wetter verursacht.
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Abb. 3. Der Trachtverlauf 2006 in Baden-Württemberg nach Beurteilung der  Waagstockbesitzer. Danach setzte die Honigtautracht Anfang Juni ein und dominierte das Trachtgeschehen ab Mitte Juni.
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Abb. 4. Das Trachtergebnis in den Regionen Baden-Württembergs. Mittelwerte von 4-20 Stockwaagen. Den größten Anteil am Trachtgeschehen hatte die Tanne im Mittleren und Südlichen Schwarzwald.
 
 
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Immer häufiger wird das Auftreten von Tannennapfschildläusen beobachtet. Man findet sie inzwischen auch in den Hochlagen des Schwarzwaldes.
 
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Kolonie der Grün gestreiften Fichtenrindenlaus. Ohne Honigtau schwer zu entdecken.